Hinweis

Parkgemeinden

Der Jurapark Aargau umfasst 29 Parkgemeinden. Jede Gemeinde beteiligt sich mit 5 Franken pro Einwohner am Parkprojekt (Jurafünfliber). Nachdem die Gemeindeverwaltungen diesen Finanzierungsbeitrag gutgeheissen haben, haben bis Ende 2010 auch die Einwohner der Parkgemeinden positiv über die finanzielle Beteiligung abgestimmt. Diese Parkgemeinden und ihre Bewohner profitieren vom direkten Nutzen der Teilprojekte sowie vom Label "Regionaler Naturpark von nationaler Bedeutung", welches vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) zur Verfügung gestellt wird. Das Label kann für Produkte und Leistungen aus den Jurapark-Gemeinden verwendet werden.

Jurapark Aargau: www.dreiklang.ch

Siedlungsnahe Natur

Der Aargauer Jura erhebt sich als grüner Rücken zwischen den Agglomerationen am Jurasüdrand und den Metropolitanräumen Basel und Zürich. Die Jurahöhen reichen bis 350 m über die Talsohlen und beeinflussen dadurch Siedlungstätigkeit und Nutzungsintensität. Der Jurapark Aargau zeichnet sich durch wenig verbaute Täler aus, die trotz ihrer Nähe zu dicht besiedelten Gebieten eine ungewohnte Abgeschiedenheit vermitteln. Nicht nur für die Menschen stellt er ein wichtiges Naherholungsgebiet dar. Er ist auch für die Flora und Fauna ein wichtiger, grossräumig zusammenhängender Ausgleichsraum.

Kulturlandschaften von nationaler Bedeutung

Der Jurapark verfügt mit Fromental- und Magerwiesen, Hochstammobstgärten, gestuften Waldrändern und Hecken über viele artenreiche Elemente der Kulturlandschaft. Das Gebiet des Jurapark Aargau umfasst – vollständig oder teilweise – vier BLN-Gebiete und zwei Auenobjekte von nationaler Bedeutung. Von speziellem Wert sind die Pfeifengras- und Orchideenwiesen und Föhrenwälder, für welche die Region eine Schutzverantwortung auf europäischer Ebene trägt. Die oft kleinräumig wechselnden Bodenverhältnisse lassen floristische Seltenheiten gedeihen und bieten Lebensraum für eine interessante Fauna. Für Wildtiere spielt das Gebiet als Kreuzung zweier Bewegungsachsen (Jura/Nord-Süd-Achse) eine Rolle und ist unter den Korridoren mit allerhöchster Priorität aufgeführt.