Hinweis

Die Gisliflue gehört integral zu Auenstein, als Wahrzeichen und Hausberg. Sie hat deshalb einen immateriellen Wert der für das Dorf nicht wegzudenken ist, und der auch nicht mit etwas anderem wettgemacht werden kann.

Wegen ihrer markanten Position am Rand des Kettenjuras hat die Gisliflue eine spezielle landschaftliche Bedeutung. Für weite Teile des Aargauischen Mittellandes ist sie am Horizont zu sehen. Es handelt sich nicht um einen namenlosen Hügelzug irgendwo im Jura. Von einem Steinbruch am östlichen Grat der Gisliflue wären somit nicht nur die anstossenden Dörfer betroffen sondern auch etliche weitere Gemeinden des Aargauer Mittellandes mit Blick auf den Grat der Gislilue am Horizont.

Als Wander- und Bike-Ziel wird die Gisliflue von Leuten von weitherum geschätzt. Die aussergewöhnliche Aussicht trägt das ihre dazu bei. Als naturnahes Erholungsgebiet gehört der Raum Gisliflue selbstverständlich auch zum neu geschaffenen Jurapark Aargau und ist zudem markanter Bestanteil der kantonalen Vision Naturwald (Bericht AZ: Alois Felber, 15.8.2008). Teile der Gisliflue sind - wie auch die Gebiete anderer allfälliger Abbaustandorte – im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) enthalten.

Vor gut 10 Jahren wurde neben andern technisch möglichen Standorten auch die Gisliflue wegen der landschaftlichen Exponiertheit und wegen deren Bedeutung als Erholungsgebiet aus der Evaluation genommen (Bericht AZ: Hans Lüthi, 15.5.2006, ohne Gisliflue und Chestenberg).

Das Gebiet zwischen Erlinsbach und Thalheim im Bereich der ersten und zweiten Jurakette (inkl. Gisliflue) bewertet der Regierungsrat des Kantons Aarau als eine der schönsten Landschaften des Aargaus. (Bericht AZ: Alois Felber, 15.8.2008,1000 Hektaren Naturwald im südlichen Jura? / vgl. auch separater Text "Vision Naturwald")

An dieser Schutzwürdigkeit hat sich nichts geändert. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb der Ostgrat der Gisliflue nun wieder in die Evaluation als allfälliges Material-Abbaugebiet in den Richtplan aufgenommen worden ist und Gefahr läuft, in einigen Jahren erneut als potentielles Abbaugebiet evaluiert zu werden.